Tutein
Sieben Bilder für die Bühne

Tutein ist tot und wird einbalsamiert. Sein Körper wird gewaschen, geöffnet, behandelt und für die Dauer vorbereitet. Die einzelnen Stationen des Vorgangs bilden den äußeren Verlauf von sieben Bildern.
Doch Tutein spricht. Er nimmt wahr, was an seinem Körper geschieht, sieht die Hände, hört die Geräusche, verfolgt die Handgriffe. Während die Arbeit fortschreitet, entfernen sich seine Gedanken vom Geschehen. Wahrnehmungen, Erinnerungen und Träume gehen ineinander über. Bilder entstehen, verändern sich, verlieren ihren Zusammenhang und führen in eine Wirklichkeit, die nur noch ihm gehört.
Die Einbalsamierung gibt den Bildern ihre Abfolge. Was sich zwischen ihren Stationen entfaltet, folgt einer anderen Zeit, einer anderen Wahrnehmung.
Mit Skizzen.
Von ferne: Hans Henny Jahnns Fluss ohne Ufer.
NEW/ROMANCER